Erfahrungen & Bewertungen zu Dr. Hartmut H. Frenzel

Die Uhr tickt ...

06. Nov 2018 Dr. Hartmut H. Frenzel
Die Uhr tickt - Gefährdungsbeurteilung nach Mutterschutzgesetz

Sie haben bereits für jeden Arbeitsplatz eine Gefährdungsbeurteilung vorliegen? Prima, so kennen Sie bereits die Belastungsfaktoren für jeden Arbeitsplatz. Dann ist es für Sie ein Leichtes, die Gefährdungsbeurteilungen um die mutterschutzbezogenen Gefährdungen  zu ergänzen. Dazu sind Sie verpflichtet, unabhängig davon, ob Sie gerade eine schwangere oder stillende Frau beschäftigen.

Das müssen Sie als Arbeitgeber nicht alleine tun; Sie können sich dabei durch Ihren Betriebsarzt sowie durch Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit unterstützen lassen.

Für die Unterstützung durch Ihren Betriebsarzt und Ihre Fachkraft für Arbeitssicherheit müssen Sie diesen zusätzliche Ressourcen zur Verfügung stellen; die Unterstützung ist Bestandteil der betriebsspezifischen Betreuung nach DGUV Vorschrift 2. Sie ist nicht durch die Grundbetreuung abgedeckt.

Sie als Arbeitgeber sind verpflichtet, die Ergebnisse der Gefährdungsbeurteilung im Hinblick auf den Mutterschutz und den Umfang an erforderlichen Schutzmaßnahmen für den Schutz der physischen und psychischen Gesundheit der schwangeren Frau sowie der des Kindes schriftlich zu dokumentieren.

Folgendes muss gem. § 14 MuSchG aus Ihrer Dokumentation ersichtlich sein:

  1. das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung  und der Bedarf an Schutzmaßnahmen,
  2. die Festlegung der erforderlichen Schutzmaßnahmen sowie das Ergebnis ihrer Überprüfung und
  3. das Angebot eines Gesprächs mit der Frau über weitere Anpassungen ihrer Arbeitsbedingungen oder der Zeitpunkt eines solchen Gesprächs.

Sie haben die gesamte Belegschaft über das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung und über den Bedarf an Schutzmaßnahmen zu informieren.

Bis zum 31.12.2018 haben Sie noch Zeit die Beurteilung der Arbeitsbedingungen vorzunehmen. Am 01.01.2019 tritt der § 32 Abs. 1 Nummer 6 MuSchG in Kraft; "Ordnungswidrig handelt, wer vorsätzlich oder fahrlässig ... eine Gefährdung nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig beurteilt oder eine Ermittlung nicht, nicht richtig oder nicht rechtzeitig durchführt."

Diese Ordnungswidrigkeit kann mit einer Geldbuße bis zu fünftausend Euro geahndet werden.

Welche Gefährdungen müssen Sie als Arbeitgeber berücksichtigen?

Beispielsweise sind Gefährdungen durch Gefahrstoffe oder Biostoffe, physikalische Gefährdungen, Gefährdungen durch Arbeitszeit, Sonn- und Feiertagsarbeit, Nachtarbeit, ... zu beurteilen.

In § 11 MuSchG hat der Gesetzgeber unzulässige Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen für schwangere Frauen, in § 12 MuSchG unzulässige Tätigkeiten und Arbeitsbedingungen für stillende Frauen beschrieben. Das ist die Grundlage für Ihre Beurteilung der Arbeitsbedingungen und Festlegung der Schutzmaßnahmen nach § 10 MuSchG.

Fazit

Wir haben Anfang November. Es bleibt nicht mehr viel Zeit.

Zögern Sie das Thema nicht weiter hinaus. Packen Sie das Thema jetzt systematisch an.

Für die Beantwortung Ihrer Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Engagierte Grüße
Hartmut H. Frenzel

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