Erfahrungen & Bewertungen zu Dr. Hartmut H. Frenzel

Lichtverschmutzung

12. Nov 2018 Dr. Hartmut H. Frenzel

Licht in die Welt tragen

Motiv von einer Laterne

Nach einem wunderschönen Sommer geht es jetzt in die dunkle Jahreszeit hinein. Begonnen hat dieses im Sommer - zur Sommersonnenwende. Jetzt spüren wir es am eigenen Leib, dass die Tage immer kürzer und die Nächte immer länger werden.

Die Kinder haben Laternen gebastelt und gehen mit Ihrem Licht durch die Dunkelheit. Dieses Licht-tragen in die Finsternis ist ein Muterlebnis im Nachgang zum innerlichen Lichtanzünden zu Michaeli. Dazu wird fröhlich gesungen. Es ist ein Geben, es entstehen Gefühlen wie Schutz und Heimeligkeit. Es kommt zum Erleben von wahrer Gemeinsamkeit.

Dazu passt auch das jährliche Erinnern an den Ritter Martin und die heilige Tat der Mantelteilung.

Lichtverschmutzung

Jetzt in der dunklen Jahreszeit wird man sich aber gleichzeitig bewusst, wie viel Licht der Mensch unnötigerweise produzieren lässt.

Schaue ich mir Satellitenaufnahmen von der nächtlichen Erde an, so sehe ich ein strahlendes Lichtermeer.

Verursacher sind Straßenbeleuchtungen sowie Strahler, die Gebäude und Gärten illuminieren sowie beleuchtete Werbeschilder.

"Man schätzt, dass in Europa die Lichtverschmutzung so durchschnittlich sechs Prozent pro Jahr zunimmt. Und das ist eine extreme Steigerung, denn das bedeutet unterm Strich: Die nächste Generation wird in ganz Europa keine einzige Stelle mehr finden, an der die Milchstraße mit bloßem Auge zu sehen und zu erkennen ist und das ist dramatisch."

Harald Bardenhagen, Astronom (2014)

Zurückgeführt wird die zunehmende Lichtverschmutzung unter anderem auf den Umstieg der Kommunen von den bisher oft montierten Natriumdampf-Lampen auf LED. Die neuen Lampen sind energieeffizient und kostensparend. Das hat zur Folge, dass Kommunen hellere LED kaufen und davon mehr.

"Wenn wir nicht sehr genau auf das LED-Spektrum und die Beleuchtungsstärken achten, könnte das zu einer Verdopplung oder sogar Verdreifachung der Himmelsaufhellung in klaren Nächten führen."

Fabio Falchi,
Istituto di Scienza e Tecnologia dell'Inquinamento Luminoso

Aber nicht nur Kommunen sind Verursacher der nächtlichen Lichtverschmutzung. sondern auch die Privathaushalte.

Immer häufiger werden Gärten nachts illuminiert, seien es einzelne Wege oder Sträucher und Bäume. Es kostet ja kaum noch etwas. Also kann man auch nachts zeigen, was man hat.

Die Folgen: Ökosysteme geraten aus dem Gleichgeweicht

  • Nachbarn werden belästigt; Menschen leiden unter den zu hellen Nächten;  Menschen können sich nicht mehr richtig regenerieren.
  • Tiere werden in ihrem Rhythmus gestört, sie kommen nicht zur Ruhe. Die nachtaktiven Tiere verlieren ihre Orientierung.
    Daher werden sowohl solche nächtlich illuminierten Gärten gemieden, ebenso die nachbarlichen Gärten, da es dort auch nur noch wenig dunkle geschützte Stellen gibt.
  • Es werden mehr Leuchten im Haus und im Garten verteilt, schließlich ist es ja günstig. Der Aspekt des Energiesparens wird beiseite geschoben.

Fazit

Natürlich darf Sicherheit in Diskussionen nicht fehlen, aber es gilt sorgfältig zwischen Sicherheit und dem Schutz der Umwelt abzuwägen.

Lasst uns jetzt in der kommenden Jahreszeit bewusster leben.

Daher bitte: So wenig Licht wie möglich, so viel Licht wie wirklich nötig.

Für die Beantwortung Ihrer Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Engagierte Grüße
Hartmut H. Frenzel

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